BRICK FANTASY

Fantasy-Geschichten in Lego

Über Luthien

Im Norden Tagoriens erhebt sich ein gewaltiges Gebirge. Dahinter liegen die Nebel Luthiens.

Seit Jahrhunderten gab es keine Expeditionen mehr in dieses Nebelland. Das Wissen über Luthien stammte aus uralten Aufzeichnungen vergangener Entdeckungsreisen, aus Legenden und von Wanderern erzählten Geschichten.

Luthien, das Land im Nebel, wurde im Westen  von einem riesigen Strom begrenzt. Die andere Uferseite war mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen. Hoch im Norden ragte eine riesige Felswand in den dichten Hochnebel hinein, steil und scheinbar unbezwingbar. Der Grenzfluss verschwand im tunnelartigen Eingang dieser Felswand. Die Strömung war so stark, dass es bisher niemand gewagt hatte, sich in diesen Tunnel zu begeben. Im Osten wurde das Land von einem Meer begrenzt.

Ein breiter Wasserfall existierte an dieser Felswand. Er stürzte in einen großen See und der Nebel war hier nicht sehr dicht. Die Sichtverhältnisse an den Uferzonen der beiden Ströme waren ebenso ausreichend. Der Großteil des inneren Landes war unerforscht, da die Nebel fast undurchdringlich schienen. Man konnte nur ein paar Schritte weit gucken.

Diese Nebel lieferten die Grundlage für Legenden und Schauergeschichten, die man sich an Lagerfeuern oder Wirtshäusern in Tagorien erzählte.

In den Chroniken der Hafenstadt Salwern stand geschrieben, dass in uralter Zeit die Bewohner Handel mit Amazonen aus dem Norden betrieben hatten. Eines Tages kamen keine Karawanen mehr und seither wurden keine Amazonen mehr gesehen. Niemand wusste, was aus ihnen wurde.

Überlebende einer Expedition des venturischen Edelmannes Gringwol Kelt berichteten von seltsamen Wesen ohne Gesichter. Sie orientierten sich wohl nach Geräuschen oder anderen Dingen. Sie tauchten überraschend aus dem Nebel auf und ihre Waffen trafen jedes Ziel. Nur mit Glück gelang einigen Expeditionsmitgliedern die Flucht.

Andere Aufzeichnungen erzählten von einer Rasse, die weitaus größer war als die der Menschen. Mehr war von diesem Volk nicht bekannt.

Vor langer Zeit berichtete ein Zwerg aus dem Borzagebirge, dass Gruppen seines Volkes ebenfalls nach Luthien ausgezogen waren. Viele Zwerge wurden nie wieder gesehen. Eine Gruppe berichtete von bösartigen Tieren und brachte Kunde von Wächtern und etwas Bösem, welches durch den Nebel wanderte. Was immer damit gemeint war, verlor sich in den letzten Jahrhunderten.

So entwickelten sich aus Mutmaßungen die Legenden.

©2009 T.R. aka Wortman

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21. Oktober 2011 - Posted by | Allgemein | , , , , , , , , , , ,

1 Kommentar »

  1. […] Im Grunde gab es in schriftlicher Form nur die vagen Beschreibungen, welche die Überlebenden der Kelt-Expedition niedergeschrieben hatten. Man nannte sie weithin nur „die Gesichtslosen“, da niemand […]

    Pingback von Luthien: Völkerstudien « Brick Fantasy | 21. Oktober 2011 | Antwort


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